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Unsere Geschichte

Die Anfänge

Angefangen hat alles mit einer schwulen Jugendgruppe in Mülheim. Dort trafen sich regelmäßig Jugendliche aus Duisburg und Umgebung, um gemeinsam ihre Freizeit zu planen und diese miteinander zu verbringen. Mit der Zeit wuchs der Anteil der Leute, die aus Moers und Umgebung kamen, weshalb sich diese kurzerhand entschieden, eine Gruppe in Moers zu gründen. SaM, die Gruppe für Schwule aus Moers, war geboren.

Anfang August 1999 war es dann so weit. Nachdem die Leiter der Gruppe SaM keine Zeit mehr hatten, fanden kurzzeitig leider keine Treffen mehr statt. Um einen Neuanfang zu symbolisieren und auch im Namen die weiblichen Besucher aufzunehmen, taten sich sechs Mutige zusammen und gründeten die Gruppe für Schwule und Lesben aus Moers, kurz SLaM. Bereits zum ersten Treffen am 25. August 1999 fanden sich 20–25 junge Schwule, Lesben und Freunde in der Volksschule in Moers zusammen. Langsam wurde das Programm ausgebaut und die Teilnehmerzahlen erhöhten sich, trotz des kleinen Raumes von gerade mal 20 m². Wie auch heute noch war nun Mittwoch der feste Tag für SLaM.

2000 – Umzug nach Meerbeck

Aus offensichtlichen Platzproblemen ging es von der Volksschule in Moers in die Ev. Kirchengemeinde in Meerbeck, in der uns Pfarrerin Rudolph herzlich willkommen hieß. Da diese von unseren Platzproblemen gehört hatte, lud sie uns kurzerhand zu einer Sitzung des Presbyteriums ein, um über die Arbeit von SLaM zu berichten. Das gesamte Presbyterium stimmte unserer Bitte begeistert zu, sodass wir schnell in das Jugendcafé auf der Bismarckstraße einziehen konnten. Die Begeisterung war groß, doch leider gab es einen Wermutstropfen, denn der angestammte Mittwoch konnte nicht mehr gehalten werden, weshalb sich SLaM nun immer dienstags traf.

2001 – Ankunft am Rüttgersweg

Lange blieb SLaM anscheinend nicht an einem Ort. Kaum in Meerbeck, lag schon wieder ein Umzug an: Da die Räume auf der Bismarckstraße renoviert wurden, sollte SLaM kurzfristig in die Urschule umziehen. So kam es gelegen, als 2001 ein Angebot des Stadtjugendringes kam, die Geschäftsstelle auf dem Rüttgersweg in Hülsdonk mitzubenutzen. Gesagt, getan. In einer „Hau-Ruck-Aktion“ wurden die Zelte in Meerbeck abgebrochen und die Räume in Hülsdonk hergerichtet, sodass sie für ein Gruppentreffen geeignet waren. So wurde angestrichen, aufgeräumt, umgeräumt, wieder aufgeräumt, entrümpelt und zu guter Letzt eine Thekenlandschaft gebaut. Dank der Hilfe des Schreiners vom Theater der Stadt Duisburg wurden sogar Couchgarnituren, Tisch und Schränke besorgt.

2002 – Die Vereinsgründung

Am 1. Mai 2002 war es dann endlich so weit: SLaM and Friends wurde als Verein gegründet. 21 Gründungsmitglieder waren anwesend, verabschiedeten gemeinsam eine Satzung für den Verein und wählten den ersten Vorstand. Bei der Namensfindung des Vereins sollten die Freunde der Schwulen und Lesben berücksichtigt werden, um deren Zugehörigkeit zu besiegeln und diese auch nach außen zu tragen. Denn zur Gründung des Vereins bestand die Gruppe schon lange nicht mehr nur aus Schwulen, Lesben und Bisexuellen, sondern auch aus heterosexuellen Freunden, denen SLaM genauso ans Herz gewachsen war wie allen anderen.

Auch sonst änderte sich in diesem Jahr einiges: Die Gemeinnützigkeit wurde beim Finanzamt beantragt, ebenso die Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe beim Jugendhilfeausschuss der Stadt Moers, und SLaM and Friends wurde beim Amtsgericht Moers eingetragen – SLaM and Friends Moers e.V. war damit mit allen Rechten und Pflichten eines rechtsfähigen Vereins ausgestattet.

SLaM heute

Was ist SLaM heute? Das lässt sich gar nicht so einfach sagen. Denn SLaM and Friends sind nicht nur die Mitglieder des Vereins, sondern auch alle, die jeden Mittwoch zu SLaM kommen und es zu dem machen, was es ist. Wir alle zusammen sind SLaM!

Eine Säule ist – wie schon zu Zeiten von SaM – die Freundschaft, die Geselligkeit und der Zusammenhalt der Besucher: nicht nur mittwochs bei SLaM, sondern auch bei Gruppenfahrten, Koch- und Videoabenden, Weihnachts- und Silvesterfeiern, bei Elterncafés, bei denen sich die Eltern der SLaMies austauschen können, bei Paraden, wo SLaM sich mit Ständen präsentiert, und so vielem mehr.

Die andere, sehr wichtige Säule sind Aufklärung und Beratung. SLaM hat es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche mit Aufklärungs- und Beratungsangeboten bei ihrem Coming-out zu unterstützen und für die allgemeine Akzeptanz in der Gesellschaft zu kämpfen. So betreut SLaM regelmäßig Schulen beim Thema Homosexualität, bietet persönliche Beratung an oder besucht auf Wunsch Einrichtungen, um dort über das Thema zu referieren – auch das sind nur kleine Auszüge aus der Arbeit von SLaM.

Wir freuen uns immer über Zuwachs – du bist herzlich eingeladen, vorbeizukommen!